Weiter geht´s!

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Die vergangenen Wochen waren in vieler Hinsicht sehr intensiv. Viele Planungen und Aktivitäten liefen parallel. Natürlich stand an erster Stelle das neue Heft.

Nachdem alles ausprobiert, genäht und gestaltet war, habe ich nach einer erneuten Fotosession – ich habe immer nach dem besten Licht gesucht und an einem Morgen auch im Freien gefunden – mit dem Schreiben begonnen. Die ersten Seiten sind dann erst einmal im Schreibprogramm des Computers festgehalten. Damit man aber weiĂź, wie Fotos und Text aussehen und auch weil mein Mann dann ungeduldig wird und er ebenfalls die ersten Schritte machen möchte, setzen wir uns gemeinsam an das Layout und ĂĽberlegen, wie wir den Einstieg finden. Der Text wird gesetzt und dem Layout angepasst, es wird darauf geachtet, dass bei allen Fotos die Schatten zu einer Seite zeigen, sodass eine gute Gestaltungslinie im Heft entsteht. Ja, und irgendwann wechsle ich mich immer mit meinem Mann ab, ich schreibe direkt in das Layout, dann folgen die Bilder, dann formuliere ich den nächsten Text, dann wieder Bilder bis man nach einigen Tagen das Gesamtlayout mit Text und Fotos stehen hat. Wer uns bei dieser Arbeit zuschaut, wird sich wundern, warum wir ständig unsere Plätze tauschen, manchmal nur im Abstand von einigen Minuten. Mit dieser Vorgehensweise klappt es aber am besten und man kann alles gut aufeinander abstimmen und braucht nicht zu viel zu korrigieren. Wenn dann das gesamte GerĂĽst mit Text und Fotos steht, fange ich noch einmal von vorne an und gehe alle Seiten durch. Ich schaue, wo noch Text ergänzt werden muss, um die Textblöcke gut aussehen zu lassen die Gesamtseite eine gute Gestaltung aufweist. Das ist manchmal wirklich eine Puzzlearbeit. Wenn dann alles abgeschlossen ist, wird der Entwurf erst einmal zur Seite gelegt und einige Tage nicht mehr angeschaut.

In dieser Zeit laufen bei mir Kursvorbereitungen, denn ich bin vier Tage in Springe um dort den Kurs mit dem Thema: Nimm zwei – Reduktion und Abstraktion zu geben. Diese intensiven Tage sind nun auch schon wieder vorbei. Ich halte mich an meine Abmachung, keine Ergebnisse aus meinen Kursen zu zeigen, damit bei möglichen anderen Anfragen nicht schon Ergebnisse erwartet werden, die dann so nicht eintreffen. Ich kann aber sagen, dass alle Teilnehmerinnen – 14 an der Zahl – sehr zufrieden waren und das auch mir die Arbeit mit der Gruppe sehr viel SpaĂź gemacht hat. Es wurde viel gelacht, aber manchmal konnte man eine Stecknadel fallen hören, so intensiv wurde gearbeitet. Toll!

Einen Tag vor meiner Abfahrt habe ich das erste Mal Korrektur gelesen. Man glaubt gar nicht, wie viele Fehler man entdeckt, auch wenn man meint, man hat alles richtig geschrieben. Selbst beim dritten oder vierten Lesen treten noch hier und da Fehler auf. Nun, wie dem auch sei, es muss nun nur noch ein Foto ergänzt werden und dann ist das Heft reif für den Druck. Nächste Woche schicken wir es an die Druckerei und dann dauert es nicht mehr lange und wir haben das Ergebnis von vielen intensiven Arbeitstagen auf dem Tisch liegen. Es ist immer toll, das Ergebnis dann wirklich in den Händen zu halten.

Seit Dienstag bin ich bei meiner Freundin Judith in der Schweiz. Wir wollen uns ein wenig Zeit nehmen, über unsere Planungen sprechen, spazieren gehen, sehen, was wir künstlerisch so vorhaben, also uns rundherum intensiv austauschen. Das sind immer schöne Tage, die ich sehr genieße. Ich komme dann immer ganz erfüllt wieder nach Hause zurück. Natürlich wird auch meine Ausstellung in Sent in der Schweiz im nächsten Jahr Thema sein. Da bin ich auch in der intensiveren Planung. Beatrice Lanter habe ich in Heidelberg bei der Vernissage getroffen. Wir freuen uns beide schon sehr auf die Zusammenarbeit. Ich habe versucht, mir eine gute Vorstellung von den Räumlichkeiten zu machen und meine Werke imaginär zu hängen. Ich denke, da ist noch viel Zeit, um eine stimmige und interessante Lösung zu finden.

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Ich möchte noch auf folgende Ausstellung hinweisen:

Catherine Labhart – Tapisserien26. Oktober bis 14. Dezember 2018 – Infos finden Sie hier

Die Künstlerin, die sich intensiv mit dem Weben auseinandersetzt, habe ich vor zwei Jahren in der Schweiz kennengelernt. Dort waren Arbeiten von ihr ausgestellt, kleinformatige Bilder in wunderschönen Farbstellungen mit einer markanten Oberfläche. Es lohnt sich, diese Werke zu entdecken.

Bei Gudrun Heinz werden neben dieser Ausstellung noch viele weitere vorgestellt. Um nur einige Stichpunkte zu nennen: Spitzen, Vasarely, Museum fĂĽr Werte, Modeschmuck, Quiltkunst in St. Petersburg,Vogelmumien, Papierkunst, KopftĂĽcher…