Brasil in der stÀndigen Sammlung der Patchworkgilde Deutschland

meine Werke



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Gabi Mett, BRASIL, 120 x 120 cm, ausgestellt bei Tradition und Moderne III – Quilts 1996, Nr.21, Baumwolle, TĂŒll, Applikation und Patchwork, maschinen- und handgenĂ€ht, handgequiltet






Ich freue mich sehr, dass die Patchworkgilde Deutschland meinen Quilt „Brasil“ aus dem Jahr 1996 in ihre stĂ€ndige Sammlung aufgenommen hat.

Dazu wurde folgende BegrĂŒndung formuliert (Gudrun Heinz), veröffentlicht in der Gildezeitung Nr.144, September 2021, hier auszugsweise:

„… Ausgangspunkt fĂŒr“Brasil“ war ein Bogen Geschenkpapier mit aquarellierten Blumen, den Gabi Mett in kleine quadratische Teile zerschnitt. Diese Teile ordnete sie immer wieder neu an, entdeckte dabei Quadrate mit dem gleichen Ausschnitt, also einem Rapport, und entschied sich dann, diese Quadrate in Stoff umzusetzen. Die Farben ergaben sich aus dem Papier, die entsprechenden Stoff gab es bei Heide Stoll-Weber.

Gabi Mett entwickelte einen Block, den sie sechzehnmal mit Handstickereien, Applikationen und teilweise mit Schichtungen aus transparentem Stoff (TĂŒll) in eigenen Mustern ausgestaltete. Sie benutzt hierzu nicht die traditionell gewachsenen Gestaltungsformen, die geometrischen Patchworkmuster, sondern eine eigene, individuelle Formensprache, abgeleitet aus einem gefundenen Detail.
Das Patchwork aus diesen sechzehn Blöcken, das einen nicht ganz regelmĂ€ĂŸigen Verlauf der Farben (von hell nach dunkler) sowie auch der Muster (der immer komplexer wird) aufweist, positionierte sie im Zentrum eines breiten unifarbenen Rahmens, der ihr mehrere Möglichkeiten bietet:

Zum einen setzt der Rahmen das zentrale Motiv in Szene, betont es also, zum anderen bildet er eine dekorative Einfassung und hĂ€lt alles zusammen. Hier eröffnet der immer gleiche breite Rand Gabi Mett die Möglichkeit fĂŒr ein ausfĂŒhrliches und detailreiches, aus dem Zentrum weitergefĂŒhrtes Handquilting. Dabei bedient sich die KĂŒnstlerin einer analogen Herangehensweise: So, wie sie ihre Stoffe frei legte und bearbeitete, lĂ€ĂŸt sie ihre Quiltmuster im Mittelteil – jeweils der Farbe des Stoffes entsprechend mit der Hand gequiltet – daraus entstehen.

Dies fĂŒhrt sie stimmig auf dem Rand fort und schafft damit gleichzeitig nicht nur eine Verbindung zum Mittelteil, sondern hat auch den Raum, um das Quilting noch weiter zu modifizieren. Oben sind es mehr kantige, grafische und geradlinige Muster, im unteren Teil kommen die gequilteten Linien geschwungen daher. Auch die Dichte ist unterschiedlich, dies macht alles sehr lebendig – ohne jedoch unruhig zu sein.

Mit Bedacht besteht der Rahmen aus einem hellen, ungemusterten mit den Farben der Blöcke harmonierenden Stoff, der das Design genauso gut sicht bar macht wie er auch die durch das Quilting entstandene OberflĂ€chenstruktur reliefartig hervor treten lĂ€sst. Diese Farbwahl und das dem Quilt zugrunde liegende gleichbleibende Raster, das die Maße der einzelnen Blöcke wie auch das des Rahmens bestimmt, tragen die ruhige Gesamtwirkung.

Damit fĂ€llt Gabi Metts Quilt „Brasil“ auf und auch aus dem Rahmen des damals ĂŒblichen Heraus….

… Die Gilde darf sich glĂŒcklich schĂ€tzen, diese Arbeit großzĂŒgigerweise als Schenkung in ihre Sammlung von der KĂŒnstlerin zu erhalten. Der Art Quilt „Brasil“ ist nicht nur Gabi Mett selbst wichtig, sondern kennzeichnet auch einen markanten Schritt in der Entwicklung des Patchwork in Deutschland, dem Thema der Sammlung.“

Den gesamten Text finden Sie bald bei der Patchworkgilde unter dem Thema Sammlung.

Stickwort der Woche

"Stickwort der Woche"


Da war auf einmal das entscheidende Bild weg und es ist nicht mehr aufzufinden…, aber ein Ergebnis gibt es trotzdem, denn die Stiche sind nach Pamplona gefahren und der Ausgangspunkt war die ZuckertĂŒte.








Die Stiche bilden sich weiter.