Farbforschungen gehen weiter

Farbforschung, Im Atelier

Mit meinen Farbforschungen geht es nun in der Gegenwart weiter. Angeregt durch das Buch meines Mannes Einfach Malen erhalte ich eine Art InitialzĂĽndung. Wie setzen sich Farben zusammen? Kann ich sie mir selbst auf einfache Art und Weise herstellen? Wie haben unsere Urahnen Farben hergestellt, entwickelt und haltbar gemacht? Was kann ich davon lernen und wie muss ich vorgehen?

Das muss doch einfach zu klären sein.

Also, grundsätzlich unterscheidet man zwei Gruppen.

Da sind einmal die Farbstoffe. Sie sind organischen Ursprungs und löslich. Viele werden diese Farbstoffe aus dem Färben mit Pflanzenfarben kennen. Auch Eco Print zählt zu dieser Kategorie. Auf den beiden Fotos unten sehen Sie getrocknete Pflanzenteile, die in einem Mörser zerstoßen und mit Wasser gemischt, zum Malen geeignet sind. Dazu gehören Rotholz, Kamille, die Blüten der Stockrose und viele andere mehr. Ich habe diese Sortierung auf einer Messe kaufen können. Der Vertrieb läuft über Seven Gardens. Mehr zu dieser Organisation können Sie in einem Blogbeitrag von mir aus dem Jahr 2014 bei TAFch nachlesen.














Diese Sonnenblumen stehen zur Zeit bei mir auf dem Tisch. Heute Morgen haben sie etwas von ihrer Pracht abgegeben, nämlich gelben Blütenpollen.







Wir werden ihn wieder einsammeln und in einem kleinen Reagenzglas aufbewahren. So haben wir das in den vergangenen Jahren immer mal wieder gemacht. Hin und wieder holen wir sie hervor und erfreuen uns an der Pracht dieser natĂĽrlichen Farbe.








Kann  man damit malen? Versuch macht klug. Vermischt mit ein wenig Wasser zeigt es leider seine Pracht nicht auf dem Papier.







Da möchte ich Ihnen auch noch ein anderes Experiment zeigen, daß ich vor einigen Wochen durchgeführt habe. Ich habe mir ein bischen frischen Kurkuma gekauft, angeschnitten und damit direkt auf Papier gemalt und gezeichnet. Die Farbe hat sich nicht verändert, ist so geblieben wie aufgetragen und daß ganz ohne Hilfsmittel. Nicht schlecht.








Gestern habe ich mich noch um den Rote Beete Saft gekĂĽmmert. Die letzten Tropfen in der Flasche habe ich mit einem Pinsel auf Papier aufgetragen. Sieht toll aus. Die Frage ist, wie sieht die Farbe nach einigen Wochen aus? Ich werde darĂĽber berichten.







Neben den Farbstoffen gibt es noch als zweite Gruppe die Farbpigmente. Sie sind unlöslich, mineralisch und anorganisch. Sie wurden schon von unseren Urahnen bei den Höhlenmalerein benutzt. Das interessiert mich. Wie haben sie mit einfachen Mitteln solch phantastische Malereien anfertigen können? Kennt man ihre Methoden und Materialien? Kann man sie heute noch anwenden? Mehr dazu im nächsten Blog.