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7. European art competition

Die Europa Union Deutschland hatte zu diesem Wettbewerb bereits zum 7. Mal aufgerufen. Es haben sich 681 Künstlerinnen und Künstler beworben. Eine Fachjury wählte im ersten Wahlgang 54 Werke aus.


Zu den Jurymitgliedern zählte

Biggi Hürtgen, Betriebsleiterin der KulturStadtLev, Leverkusen
Jörg van den Berg, Direktor Museum Morsbroich, Leverkusen
Dr. Christiane Pickartz, Kunsthistorikerin, Köln
sowie die Künstler:innen Ellen Loh-Bachmann, Alfred Prenzlow, Odo Rumpf, Wolfgang Zurborn



Ich freue mich sehr, daß mein fünfteiliges Wandobjekt “ Fürbitten“ ausgewählt wurde und ich mich damit Europakünstlerin nennen darf.


       


Fotografien von eigenen Objekten wurden von mir digital bearbeitet, auf Stoff übertragen, mit Schrift ergänzt und auf Wellpappe aufgezogen. Die fünfteilige Arbeit ist 21 x 65cm groß.



Mein Kommentar:

Ich bin schon sehr früh durch viele Länder Europas gereist. Die Reisen haben mir Menshcen, ihre Gewohnheiten und Eigenarten näher gebracht. Meine beruflichen Reisen als Künstlerin und Dozentin führten mich bis nach Moskau, Kopenhagen und in viele andere europäischen Städte. Über die Kunst enstanden länderübergreifend wunderbare Freundschaften und Kontakte.

Die Eu verändert sich ständig.Die Herausforderungen für die Völkergemeinschaft werden immer größer. Man wünscht sich Schutzengel herbei, die mit Fürbitten positiv Einfluß nehmen können. Es sind aber die Menschen, die gefordert sind.


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In einem zweiten Wahlgang werden die ausgelobten Preise vergeben. Die Entscheidung wird am 20.11.2021 bekanntgegeben.

Wenn Sie mehr über diesen Wettbewerb erfahren möchten, dann schauen Sie doch hier genauer hin. Sie finden alle ausgewählten Werke in einer Onlinegalerie.

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8. Europäische Quilttriennale 2021

OROGHAME 2019/2020 185 x 106cm Hanfvorhang, Leinen, Betttücher, Strickgarne, Stickgarne, Papiergarn, Samen, Knöpfe, Perlenelemente Applikation, Sticken, Stopfen, Perlenfädeln, Trapunto, Quilten, Malen



Diese Arbeit wurde für die Teilnahme an der 8. Europäischen Quilttriennale 2021 in Heidelberg ausgewählt.
Ich freue mich sehr dabei zu sein.

Immer wieder stelle ich mir die Aufgabe, antike, alte oder recycelte Textilien für meine Arbeiten einzusetzen, ihre Geschichten zu erspüren, zu interpretieren und mit meiner Zeit zu verknüpfen. In dieser Arbeit war ein Hanfvorhang Ausgangspunkt für eine freie Interpretation des Sonnenmotivs.


Ein Besuch lohnt sich:

Textilsammlung Max Berk
Kurpfälzisches Museum Heidelberg
Brahmsstraße 8
D-69118 Heidelberg- Ziegelhausen

10.10.2021 – 16.1.2022


Weitere Informationen finden Sie auf meinem Blog vom 14.10.2021 und bei Instagram




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Gabi Mett, BRASIL, 120 x 120 cm, ausgestellt bei Tradition und Moderne III – Quilts, 1996, Nr.21, Baumwolle, Tüll, Applikation und Patchwork, maschinen- und handgenäht, handgequiltet




Ich freue mich sehr, dass die Patchworkgilde Deutschland meinen Quilt „Brasil“ aus dem Jahr 1996 in ihre ständige Sammlung aufgenommen hat.

Dazu wurde folgende Begründung formuliert (Gudrun Heinz), veröffentlicht in der Gildezeitung Nr.144, September 2021, hier auszugsweise:

„… Ausgangspunkt für“Brasil“ war ein Bogen Geschenkpapier mit aquarellierten Blumen, den Gabi Mett in kleine quadratische Teile zerschnitt. Diese Teile ordnete sie immer wieder neu an, entdeckte dabei Quadrate mit dem gleichen Ausschnitt, also einem Rapport, und entschied sich dann, diese Quadrate in Stoff umzusetzen. Die Farben ergaben sich aus dem Papier, die entsprechenden Stoff gab es bei Heide Stoll-Weber.

Gabi Mett entwickelte einen Block, den sie sechzehnmal mit Handstickereien, Applikationen und teilweise mit Schichtungen aus transparentem Stoff (Tüll) in eigenen Mustern ausgestaltete. Sie benutzt hierzu nicht die traditionell gewachsenen Gestaltungsformen, die geometrischen Patchworkmuster, sondern eine eigene, individuelle Formensprache, abgeleitet aus einem gefundenen Detail.
Das Patchwork aus diesen sechzehn Blöcken, das einen nicht ganz regelmäßigen Verlauf der Farben (von hell nach dunkler) sowie auch der Muster (der immer komplexer wird) aufweist, positionierte sie im Zentrum eines breiten unifarbenen Rahmens, der ihr mehrere Möglichkeiten bietet:

Zum einen setzt der Rahmen das zentrale Motiv in Szene, betont es also, zum anderen bildet er eine dekorative Einfassung und hält alles zusammen. Hier eröffnet der immer gleiche breite Rand Gabi Mett die Möglichkeit für ein ausführliches und detailreiches, aus dem Zentrum weitergeführtes Handquilting. Dabei bedient sich die Künstlerin einer analogen Herangehensweise: So, wie sie ihre Stoffe frei legte und bearbeitete, läßt sie ihre Quiltmuster im Mittelteil – jeweils der Farbe des Stoffes entsprechend mit der Hand gequiltet – daraus entstehen.

Dies führt sie stimmig auf dem Rand fort und schafft damit gleichzeitig nicht nur eine Verbindung zum Mittelteil, sondern hat auch den Raum, um das Quilting noch weiter zu modifizieren. Oben sind es mehr kantige, grafische und geradlinige Muster, im unteren Teil kommen die gequilteten Linien geschwungen daher. Auch die Dichte ist unterschiedlich, dies macht alles sehr lebendig – ohne jedoch unruhig zu sein.

Mit Bedacht besteht der Rahmen aus einem hellen, ungemusterten mit den Farben der Blöcke harmonierenden Stoff, der das Design genauso gut sicht bar macht wie er auch die durch das Quilting entstandene Oberflächenstruktur reliefartig hervor treten lässt. Diese Farbwahl und das dem Quilt zugrunde liegende gleichbleibende Raster, das die Maße der einzelnen Blöcke wie auch das des Rahmens bestimmt, tragen die ruhige Gesamtwirkung.

Damit fällt Gabi Metts Quilt „Brasil“ auf und auch aus dem Rahmen des damals üblichen Heraus….

… Die Gilde darf sich glücklich schätzen, diese Arbeit großzügigerweise als Schenkung in ihre Sammlung von der Künstlerin zu erhalten. Der Art Quilt „Brasil“ ist nicht nur Gabi Mett selbst wichtig, sondern kennzeichnet auch einen markanten Schritt in der Entwicklung des Patchwork in Deutschland, dem Thema der Sammlung.“

Den gesamten Text finden Sie bald bei der Patchworkgilde unter dem Thema Sammlung.

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