Nun bin ich schon wieder seit vergangenem Freitag zu Hause. 10 Tage habe ich in Sent im Unterengadin verbracht. GefĂŒhlt kommt es mir viel lĂ€nger vor. Es ist viel passiert und es war so beeindruckend.
Am Mittwoch bin ich mit der Bahn angereist, sage und schreibe 12 Stunden war ich unterwegs. Ich war gespannt auf die Landschaft , den Ort und natĂŒrlich auf meine Gastgeber Beatrice und Albert Lanter, ihr Haus und meinen Ausstellungsort.
Ich war von der AtmosphĂ€re sofort begeistert und ich wuĂte, hier wĂŒrden meine Werke gut hinpassen. Am Donnerstag haben wir dann gehĂ€ngt. Durch eine gute Vorbereitung ging das sehr zĂŒgig, sodass wir am Freutag eigentlich nur noch die Feinabeit zu machen hatten. Alles lief wunderbar ruhig und mit groĂer Gelassenheit. Dies wurde noch gefördert durch die tollen Mahlzeiten, die Albert immer wieder in dieser Zeit auf den Tisch zauberte.
Am Samstagvormittag habe ich dann erst einmal einen schönen Spaziergang gemacht durch die Blumenwiesen ringsumher. Das tat gut. Es war wie im Urlaub, nur noch schöner, denn im Haus erwarteten mich auf der Vernissage und auch spĂ€ter sehr nette, interessierte Menschen, die sich meine Werke sehr genau angeschaut haben und vieles selbst zu den Themen beizutragen hatten. Immer wieder ging es um Frauengeschichten, die durch die alten Stoffe und die Farben rot und weiĂ ins GedĂ€chtnis gerufen wurden. Es wurde viel erzĂ€hlt und erinnert. Auch meine hier zum ersten Mal vorgestellten Texte zu den einzelnen RĂ€umen lieĂen GefĂŒhle und Emotionen frei werden.
Gehen Sie doch einfach mit auf einen kleinen Rundgang:




























Wenn Sie Zeit und Lust haben: bis Sonntag ist die Ausstellung in Sent noch geöffnet. Beatrice und Albert Lanter freuen sich auf Ihren Besuch.
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Ich möchte Sie nun an dieser Stelle auf eine Ausstellung im Kreismuseum Zons aufmerksam machen.
Das Thema lautet NEULAND
Aus der Einladung:
Alle Menschen betreten wĂ€hrend ihres Lebens immer wieder Neuland – manchmal weil sie es wollen, und manchmal, weil sie es mĂŒssen. Im ĂŒbertragenen Sinne entdecken wir es regelmĂ€Ăig beim Abschluss und Beginn von neuen Lebensabschnitten: beim Schulabschluss, bei der Hochzeit, beim Eintritt in den Ruhestand. Daneben kannn das Betreten von Neuland auch ganz konkret sein: So gibt es immer mehr Menschen, die ihre Heimat verlassen haben oder verlassen mussten.
Die Ausstellung nimmte diese Momente des Ăbergangs in unbekannte Gebiete in den Blick: welche GefĂŒhle, Hoffnungen, Ăngste sind mit der Entdeckung und dem Betreten des Neulands verbunden? Welche Erfahrungen wurden gemacht? Was blieb in Erinnerung?
Auch mit der Ausstellung soll Neuland betreten werden: Denn im Zentrum steht das Wort „Neuland“ selbst, ebenso wie der ProzeĂ des Findens, Erkundens und Ankommens. Die Akteure der Ausstellung gehören verschiedenen Gruppen jeden Alters an, mit und ohne Migrationshintergrund. Sie widmen sich dem Thema sowohl historisch-analytisch als auch kĂŒnstlerisch-kreativ.
PrĂ€sentiert werden GemĂ€lde, Fotografien, Kunstinstallstionen, textile Arbeiten, Plastiken, aber auch Videointerwiews mit Menschen, die sich Neuland erobert haben…

Wie Sie sehen, bin ich mit einer Installation in der Ausstellung vertreten. Ich wĂŒrde mich sehr freuen, mit Euch und Ihnen an einem der Tage, an denen ich anwesend bin, ins GesprĂ€ch kommen zu können und ĂŒber eigene Erfahrungen mit dem Thema Neuland zu sprechen. Vielleicht resultiert fĂŒr mich daraus ein Projekt, das ich auch in der kommenden Zeit weiterverfolgen möchte.
Vernissage ist am Sonntag, den 7.7.2019 um 11.00 Uhr in der Nordhalle im Kulturzentrum Zons.
Teilnehmer und Projektpartner der Ausstellung sind:
Christian Althaus, Archiv im Rhien-Kreis Neuss, Durra Aziz, Muhsen Aziz, Raeda Barkisch, Bertha von Suttner – Gesamtschule, Nievenheim, Joachim Conrad, Heidi Etzbach, Friedrich-von-Saarwerden-Schule, Zons, Internationaler Bund, Frank Ksiser, GĂŒnther Kallen, Julia Lohmann, Gabi Mett, Bogdan Mykytjuk, Joachim Römer, Gabriele Wehrmeyer